Reflective Supervision . Dr. Björn Salomonsson, Ph.D. & Dr. Majlis Winberg Salomonsson, Ph.D. 20. – 21.09.2019

‘Reflective Supervision’ in der Begleitung und Beratung im Kontext Früher Hilfen bei frühkindlichen Regulationsstörungen & elterlichen postpartalen psychischen Belastungen

Reflective Supervision für Fachleute im Bereich Frühe Hilfen sowie SupervisorInnen

‚Reflective  Supervision‘ wurde von Dr. Björn Salomonsson, Ph.D. und Dr. Majlis Winberg Salomonsson, Ph.D.im Kontext ihrer Studie zur Wirksamkeit der Eltern-Säuglings Psychotherapie am ‚Karolinska Institut‘ in Stockholm spezifisch für die Frühen Hilfen und alle angrenzenden Professionen, die mit Eltern und Babys arbeiten entwickelt. ‚Reflective Supervision‘ gibt Fachleuten ein Handwerkszeug an die Hand, welches es ermöglicht die eigene Wahrnehmung in der Arbeit mit Eltern und Babys zu reflektieren, dem eigenen oft ‚diffus unguten Gefühl‘ im Kontakt mit Familien nachzuspüren und durch das NachDenken in der Supervision im Zuge der gemeinsamen Reflexion in der Gruppe relevante Zusammenhänge, Ursachen, Themen zu erfassen, die für das Verständnis der familiären Belastung in der Arbeit mit der Familie bedeutsam sind.  

Der Fokus dieses Seminars liegt auf der Arbeit mit Eltern und Babys und der Reflexion der besonderen familiären Problemkonstellationen infolge postpartaler psychischer Belastungen und frühkindlicher Regulationsstörungen, wie exzessives Schreien, Still- und Fütterstörungen sowie Ein- und Durchschlafstörungen. Babys zeigen uns durch ihre enorme Kompetenz, ihre primären Beziehungen aktiv mitzugestalten sehr präzise, was in ihrer Entwicklung und Beziehungsentwicklung ausreichend gut gelingt und wo Risiken für Störungen der Entwicklung, Belastung der frühen Beziehung sowie eine gestörten Bindungsentwicklung liegen. Das Konzept der ‚Reflective Supervision‘ bietet ein Handwerkszeug diese kindlichen Signale und deren Bedeutung zu reflektieren sowie dies mit den Eltern zum Thema zu machen.

‚Reflective Supervision‘ bietet zudem einen geschützten Rahmen in dem Zusammenhänge eigener biographischer Erfahrungen und fachlichem Handeln erkannt und gedacht werden können, Unterschiede zwischen Beobachtung und Interpretation differenziert und ein Wissen um die persönlichen Herausforderungen der eigenen Tätigkeit erfahrbar werden können. 

Die kompetente Einschätzung von Ressourcen und Risiken junger Familien ermöglicht die Indikation für Begleitung, Beratung oder Behandlung, sprich das für jede Familie individuell passende Unterstützungs- oder Behandlungsangebot. ‚Reflective Supervision‘ ist ein hilfreiches Handwerkszeug für Fachleute in den Frühen Hilfen und allen angrenzenden Professionen, um in der Lage zu sein belastete Eltern und dysregulierte Babys so zu begleiten und zu unterstützen, dass diese eine ausreichend gute Beziehung miteinander entwickeln können UND sich selbst in der eigenen Tätigkeit mit häufig sehr belasteten Familien als kompetent und wirksam erleben können.

Das Seminar richtet sich an Fachleute, die im Bereich Frühe Hilfen, Kinderheilkunde, Geburtsmedizin tätig sind sowie Supervisor*innen, die Supervision im Kontext von Kinderheilkunde, Geburtsmedizin, Frühe Hilfen, Psychoanalytischer Eltern-Baby Psychotherapie  anbieten. Es bietet eine Vielzahl klinischer Beispiele und Ideen zur Umsetzung des theoretischen Konzeptes in Rahmen der eigenen Tätigkeit. Es besteht zudem die Möglichkeit der Supervision eigener Fälle zur Veranschaulichung des Supervisions-Ansatzes und Konzeptes.  Falls Sie daran interessiert sind einen Fall vorzustellen, teilen Sie uns das gerne im Vorwege mit:  Dr. Susanne Hommel . kontakt@elternhaus.net
Das Seminar wird organisiert vom ElternHaus in Kooperation mit der Anna Freud Stiftung. Die Akkreditierung des Seminars bei der Psychotherapeutenkammer Hamburg ist beantragt. 

Programm

Freitag, 20.09.2019

 9.00 –  9.30             Willkommen bei Kaffee & Tee

 9.30 – 10.00            Dr. Susanne Hommel, Ph.D. 
Einführung Regulationsstörungen im Säuglingsalter im Kontext der frühen Eltern-Baby / Kleinkind Beziehung

10.00 – 12.00           Dr. Björn Salomonsson, Ph.D. & Dr. Majlis Winberg Salomonsson, Ph.D.
Einführung in die Methode der ‚Reflective Supervision‘ im Kontext der Arbeit mit Eltern und Babys in den Frühen Hilfen 

12.45 – 16.30           ‚Reflective Supervision‘ und die Bedeutung kindlicher, elterlicher und Beziehungs-Ressourcen und Risiken im Hinblick auf deren Beratungs- und Behandlungsbedürftigkeit. Beispiele aus der Arbeit am ‚Mama Mia Centre‘ in Stockholm anhand von Fallvignetten.

Samstag, 21.09.2019

 9.30 – 15.30            Dr. Björn Salomonsson, Ph.D. & Dr. Majlis Winberg Salomonsson, Ph.D.
‚Reflective Supervision‘anhand von Fallvignetten.

15.30 – 16.30           Dr. Björn Salomonsson, Ph.D. & Dr. Majlis Winberg Salomonsson, Ph.D. & Dr. Susanne Hommel, Ph.D.
Diskussion und Feedback 

Seminarkosten

Das Seminar richtet sich vorrangig an Fachkräfte, die in den Frühen Hilfen Hamburg tätig sind und deren Teilnahme von der Bundesstiftung Frühe Hilfen gefördert wird – siehe gesonderte Einladung.
Darüber hinaus stehen einige Plätze für Kolleg*innen, die im Kontext der Frühen Kindheit und/oder als Supervisor*innen für Fachkräfte der Frühen Hilfen tätig sind zur Verfügung, deren Teilnahmebeitrag beträgt 320.- €.
Den Teilnahmebeitrag überweisen Sie bitte bis 15.09.2019 auf das Konto des ElternHaus Dr. Susanne Hommel  IBAN DE05300606011105268605  DAAEDEDDXXX bei der Apotheker- und Ärztebank. 

Seminarort

Y8   .   Kleiner Kielort 8   .   20144 Hamburg  .  www.artyoga.de   .  Wir freuen uns auf Sie!